Grand
Canyon, Sedona, Flagstaff
Die Fahrt von "Mexican
Hat" nach "Flagstaff" ist eigentlich sehr öde und ohne landschaftliche
Höhepunkte. In "Cameron" kann man ordentlich Proviant fassen und sich in einem
riesigen Souvenirladen ergehen. Spannend wird es erst ca. 30 Meilen vor
"Flagstaff". Hier zweigt eine kleine Straße zum "Wupatki
National Monument" ab.
Dieser Straße sollte man unbedingt folgen. Beim "Visitor Center" steht ein ganz
tolles dreistöckiges Pueblo. Dieses gut erhaltene und restaurierte Pueblo vermittelte uns
den bisher Eindruck indianischer Wohnkultur. Ein paar Meilen weiter wird die Erde langsam
immer schwärzer. Ein Vulkan kündigt sich an.

In der direkten Nähe des "Sunset Crater Volcano" ist die Erde schließlich ganz schwarz. Ein sonderbarer Anblick: grüne
Wälder auf schwarzem Boden. Am dortigen "Visitor Center" gibt es auch einen
kleinen Rundweg durch einen erstarrten Lavafluß. Auf dem Weg nach "Flagstaff" ist
dieser Abstecher unbedingt zu empfehlen. Zurück auf dem HWY näherten wir uns schnell
"Flagstaff" und trafen unvermittelt auf eine weite, offene
Mittelgebirgslandschaft mit sattem Grün. Die Stadt selbst ist ein liebenswertes Nest mit
einigen interessanten Straßen und Plätzen in der Nähe des Bahnhofs. Hier findet man
eine beachtliche Anzahl von netten und verrückten Kneipen. Souvenir- und andere Läden
hat es hier natürlich auch. Zudem gibt es auch noch einen Bahnhof mit spektakulären
Durchfahrten von Zügen der Santa Fe Linie.
Dies war unser Stützpunkt für "Grand Canyon" und "Sedona".
Grand Canyon
Die Fahrt von "Flagstaff" zum "Canyon" dauerte
ca. 1 ½ Stunde und gestaltete sich sehr angenehm. Sie führte am Skigebiet von
"Flagstaff" vorbei über ein riesiges, grünes Hochplateau. Ponderosa-Kiefern
und Birken bestimmen hier das Bild. Bis zum "Visitor Center" ist von der nahen
Sensation nichts zu sehen - der "Canyon" hält sich lange versteckt. Am
"Rim Trail" hinter dem "Visitor Center" eröffnen sich erste Blicke in
diese großartige Schlucht. 
Der "Colorado" hingegen hält sich noch länger in der Enge der unteren Schlucht
versteckt.
Wir wanderten vom "Visitor Center" den "Rim Trail" entlang bis zum
" Mohave Point" (ca. 4 km). Der Trail führt durch das "Village" und
ist anfangs noch geteert, wird aber später zu einem wirklichen Trail. Immer wieder
überrascht der "Canyon" durch neue Panoramen und lädt zum Staunen ein. Den
"Bright Angel Trail" hinunter in den "Canyon" haben wir uns geschenkt
- das ist wohl eher etwas für Liebhaber. Zwischen "Point Powell" und "Hopi
Point" zeigt sich endlich, wenn auch zögernd, der "Colorado".
Mit
dem Shuttle fuhren wir weiter zu "Hermits Rest" und von dort zurück zum
"Visitor Center".
Ein Picknick auf einem Rastplatz im Park rundete diesen herrlichen Tag ab.
Morgen : Sedona
Sedona
Von "Flagstaff" aus ging es durch den "Oak Creek
Canyon" nach "Sedona". Der "Oak Creek Canyon" ist ein
wunderschönes Tal mit einem abwechslungsreichen Mischwald. Dazwischen schlängelt sich
der idyllische "Oak Creek". Sedona selbst liegt sehr schön und ist umgeben von
tollen, roten Bergen. Hier wohnen mit Sicherheit auch nicht die Ärmsten. Nach einem
Rundgang vorbei an den Läden und Boutiquechen sind wir jedoch geflüchtet. Fast alles war
extrem teuer und wie in einem esoterischen Disneyland. (Alle wirklichen Esoteriker mögen
mir dies verzeihen.) Wer deckten uns in einem Supermarkt mit Verpflegung ein und machten
uns schnell auf den Weg zu den "Slide Rocks". Über glitschige Felsen und durch
kleine, manchmal auch tiefe, Bassins bahnt sich hier der "Oak Creek" seinen Weg.
Das Ganze befindet sich in einem "State Park" und der "Golden Eagel"
zählt hier leider nicht. Trotzdem solltet ihr euch das nicht entgehen lassen, da dieser
kleine Park landschaftlich sehr schön gelegen ist - steile Felsen, alte Obstbäume und
alte Häuser.
Den
Rest des Tages kann man zum Shopping in Flagstaff nutzen oder sich auch mal die
"Flagstaff Mal" anschauen.
Die Fahrt nach "Tucson" wird lange.
Tip: "Flagstaff" bietet sich prima als Stützpunkt für
"Grand Canyon" und "Sedona" an. Die Fahrt zum "Canyon" ist
von ihrer Dauer akzeptabel und die Hotel-/Motelpreise sind in "Flagstaff"
wesentlich günstiger als im "Canyon Village". Ebenso ist der abendliche
Unterhaltungswert in Flagstaff sicherlich höher und ganz bestimmt preiswerter.

Canyon-Wanderer und Fans von Sonnenauf- und - untergängen sollten lieber etwas näher
zum, oder besser im, "Canyon" wohnen.
"Flagstaff" ist ein nettes Nest mit einem gewissen Flair. Wir fanden es
eigentlich sehr angenehm. Achtet bei der Wahl eurer Unterkunft auf gehörige Distanz zur
Eisenbahn, vorallem Nachts macht die "Santa Fe" einen Höllenlärm
(tuuut!!!!!!).
"Sedona" war für uns leider enttäuschend - "Wupatki National
Monument" hingegen ein Knüller.
"Slide Rocks" : pack die Badehose ein ! Da solltet ihr hin.
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