Monument
Valley
Die
Fahrt von "Moab" nach "Mexican Hat / Monument Valley" hat auch ihre
Reize. Kurz hinter "Moab" kann man schon bald am "Hole `n` Rock"
anhalten und sich über Wohnkultur im Sandstein informieren. In "Blanding"
besuchten wir das Museum "Edge of the Cedars". Leider liegt dieses tolle Museum
etwas versteckt. Man sollte sich aber die Mühe machen es zu suchen. Es bietet einen
interessanten Einblick in die Kultur der "Anasazi" und "Navajos".
Nach "Blanding" ging es auf dem "HWY 95" in Richtung "Natural
Bridges National Monument". Hier hat ein Fluß einen Canyon ausgewaschen und dabei
Felsbrücken über den Canyon stehen gelassen. Diese Formationen sind sogar wesentlich
älter als im "Arches".
Unter zwei Felsüberhängen sind noch Reste von Wohnstätten der "Anasazi" zu
sehen.
Für
unseren weiteren Weg nach "Mexican Hat" wählten wir den "HWY 261".
Anfänglich gibt die Straße nicht viel her, aber dann : der Asphalt wechselt zu Schotter
und Spitzkehren bestimmen den Straßenverlauf. Eine Landschaft tut sich auf : Marlboro
County. Herrlich ! Vorbei am "Mexican Hat" geht es in die "San Juan Inn and
Trading Post" direkt am "San Juan River". Hier ist Grenzgebiet, auf der
anderen Seite des Flusses ist Navajo-Land. Jeden Abend kommen die Navajos mit ihren
Pick-ups über den Fluß und genehmigen sich einen oder fünf in der Bar.

Der Weg von "Mexican Hat" zum "Monument Valley" ist ebenfalls
sehenswert. Unterwegs gibt es Postkartenmotive in großer Zahl. (Die Fahrt von
"Kayenta" zum "Valley" ist nicht so toll und länger.) Vor dem
Parkeingang säumen viele Bretterbuden die Straße, hier bieten Navajos Schmuck und
Souvenirs an. Allerdings verhalten sie sich nicht aufdringlich und ein geruhsames
Betrachten und Kaufen ist durchaus möglich. Es stellt sich aber auch hier die Frage nach
der Echtheit und Authentizität.
Schon am "Visitors Center" hat man einen
schönen Blick über das "Monument Valley". Wir fuhren die rote Schotterpiste
hinunter ins Tal und begannen unsere Rundfahrt. Mit vielen Stops und Rundblicken dauert
diese Fahrt etwa zwei Stunden. Wieder das lustige Spiel : "Guck mal, der Felsen sieht
aus wie ...". Die Kulisse des "Valley" hat uns alle sehr beeindruckt. Aber
: fahrt da mal zum Sonnenuntergang hin. Fabelhaft !! In der untergehenden Sonne erhalten
die Felsen ein wunderbar weiches Licht, überhaupt sind alle Farben nicht so hart wie in
der Mittagssonne. Im Hintergrund - am "Visitor Center" - spielte und sang zudem
noch eine Gruppe junger Navajos. Diese Stimmung war schon toll. Ihr solltet es nicht
versäumen. Unterwegs werdet ihr aber auch sehen, wie dieses reiche und mächtige Land mit
den einst so stolzen Indianern umgeht. Dies ist wahrlich kein Ruhmesblatt !!
 
Morgen gibt es eine lange Fahrt nach Flagstaff.
Tip: Zum Wohnen war die
"San Juan Inn and Trading Post" wirklich ideal, zumal diese Anlage direkt am
"San Juan River" liegt. Auf der anderen Seite wird sie von steilen Felsen
begrenzt. Die "Trading Post" bietet neben einem Whirl Pool auch noch einen
Billardtisch, Fitness-Raum, Bar und Restaurant. Kayenta fanden wir als Stadt nicht so
toll. Im "Valley" rentiert sich eine 20 US-Dollar Tour mit einem Navajoführer
eigentlich nicht. Die Selfguided Tour berührt fast alle Highlights. Ob man einem Indianer
mit 20 Dollar helfen will oder nicht, daß muß jeder selbst entscheiden. |