Kalifornien - zum Zweiten
Vom 28.06. - 23.07.2001 durch den Norden des "Golden State"
Nachdem wir im Sommer 1997 den Süden des Landes, sowie Teile von
Nevada, Utah und Arizona bereist hatten, ging es diesmal in den Norden fast bis an die
Grenze zu Oregon.
Und Alles war viel größer als wir dachten: die Seen, die Berge und die Bäume.
Und Alles war viel weiter als wir dachten: 4.240 km.
Doch der Reihe nach:
Von San Francisco ging es nach Monterey
und in die Landeshauptstadt Sacramento. Richtig schöne Natur
gab es am Lake Tahoe und später im Lassen
Volcanic National Park. Weiter ging es an die Küste zu den Redwood
National and State Parks. Der Highway 101/1 führte
uns wieder nach Süden. Point Reyes und das Sonoma/Napa Valley besuchten wir von Petaluma
aus. Finale war in San Francisco.
Monterey - der Start
Das neue International Terminal am SF-Airport
begrüßte uns sehr freundlich mit seiner hellen und großzügigen Architektur. Schon nach
einer Stunde waren wir "durch" und auf dem Weg zum CarRental-Shuttel. Das Wetter
war zur Begrüßung sehr gemischt: einige Wolken, manchmal Sonne, etwas kühl, viel Wind.
Aber das kannten wir schon vom letzten Mal.
Die Vorfreude war riesig: Kalifornien - wir sind da !
Da wir am Ende unserer Reise noch drei Tage in San Francisco sein würden, entschieden wir
uns nach "Monterey" zu fahren. Vom dortigen Aquarium hatten wir schon viel
gehört, es aber bei unserer letzten Reise ausgelassen. Das wollten wir nun nachholen. Es
war ein guter Entschluss.
Über die Interstate Hwy`s 380 und 280 fuhren wir nach Süden bis Cupertino, von dort
über die California State Hwy`s 85 und 17 nach Santa Cruz zur Monterey Bay. Die Strecke
war interessant und auch angenehm zu fahren. Zuerst geht es durch das - für diese
Jahreszeit - typische braune Grasland bevor die Straße das Küstengebirge überquert. Von
Santa Cruz aus folgten wir dem Highway 1 bis nach Monterey. Die Straße führt
zunächst etwas von der Küste weg. Etwa ab Watsonville geht es ziemlich lange durch eine
Gegend mit sehr viel Landwirtschaft. Riesige Erdbeer- und Artischockenfelder säumen die
Straße. Auf den Landwirtschaftswegen standen die vielen Pickups der Landarbeiter und
zahlreiche Traktoren um die Ernte abzuholen. Die Fahrt war ausgesprochen kurzweilig. Der
Eindruck unserer 97er Reise aber bestätigte sich: Mexikaner, überall Mexikaner. Ohne die
Latinos läuft auf dem Acker nichts.
Wieder an der Küste waren wir nun schnell in Monterey.
Die Stadt liegt sehr schön am südlichen Ende einer großen Bucht.
Die eigentlichen Attraktionen der Stadt waren für uns eine kleine Enttäuschung. Kleiner
Rummel mit großen Preisen: Fishermen´s Wharf. Ähnlich wie in San Francisco wurde ein
alter Pier zur Bummel-Promenade umgebaut. Die Krabben, Meerestiere und sonstige Souvenirs
waren unverschämt teuer. Zum Schlendern und "Leute-gucken" war es ganz o.k.,
aber nicht der große Wurf. Die "Cannery Row" bezieht ihren Reiz aus dem Wandel.
Ehemalige
Fischkonservenfabriken wurden zu Geschäften und Restaurants umgebaut. Natürlich fehlt
auch nicht der "Bubba Gump Shrimp Market" mit seinem Forest Gump Souvenirladen.
Glücklicherweise blieben einige alte Fassaden erhalten und lassen die "Straße
der Ölsardinen" noch erahnen.
Der "Cannery Row Visitors Guide" stellt auf vielen Seiten das Einst und Jetzt
gegenüber und gibt einen Überblick über den Wandel seit der Steinbeck-Zeit.
Das Aquarium befindet sich am westlichen Ende der "Cannery Row" in dem Gebäude
der ehemaligen "Hovden Food Products Corporation". Von außen lässt sich die
Dimension dieses Aquariums nur erahnen. In der Eingangshalle wird man sich schnell der
Größe bewußt. Alleine das "Outer Bay Becken" fast ca. 3,8 Millionen Liter
Wasser und reicht in der Höhe über zwei Etagen. "The Kelp Forest" (Tangwald)
erstreckt sich sogar über drei Stockwerke. Im Aquarium sind sämtliche Biotope der
Monterey Bay nachgebildet. Hier gibt es flache Tümpel wie an einer Felsenküste,
Sandstrand und Dünen, aber auch das offene Meer und die Tiefsee. Ein Becken mit
Seeottern und ein riesiger Gezeiten-Pool im Freien sind wirkliche Attraktionen. Die Becken
mit den Quallen sind einfach sensationell. Für einen Besuch des "Monterey Bay
Aquarium" sollte man mindestens drei Stunden rechnen. Fotografieren ist erlaubt und
freundliches Personal beantwortet alle Fragen.
Eines noch: wollten sie schon immer mal eine Seegurke angreifen, dann gehen sie zum
"Touch Pool". Es wird ihnen gefallen.
Sollten wir wieder mal nach Monterey - oder in die Nähe- kommen: das Aquarium steht auf
dem Programm!
Auf dem Rückweg folgten wir dem Hwy 1 auf seinem Weg nach Norden. Hinter Santa Cruz
trifft die Straße wieder auf den Pazifik. Es war eine wunderschöne Fahrt zurück nach
San Francisco. Die pazifische Küste ist traumhaft. An diesem Tag fegte ein ziemliche
heftiger Wind über die Küste. Er verscheuchte die Wolken und verhalf den zahlreichen
Windsurfern zu enormen Geschwindigkeiten. Hut ab vor dem Können dieser Jungs (es waren
wirklich nur Jungs). In der Half Moon Bay verließen wir das Meer und überquerten auf dem
Hwy 92 das Küstengebirge. Über die Interstate 280 und 380 ging es in die San Bruno Mall
zu einem kleinen Snack.
Der Auftakt war gelungen - Tag eins war super. Wir waren gespannt auf Sacramento.
Tip: Unser Hotel (Travelodge Airport North) lag direkt am
Flughafen am Airport Blvd. Am Blvd gibt es viele Hotels und ist somit ein guter Einstieg
für eine Rundreise in Kalifornien. Kommt man am späten Nachmittag an, hat man schnell
ein Hotel und auch ein Auto. Alle Autovermieter sind in einem zentralen Gebäude direkt am
Blvd. Über die Interstate 380 ist man in ca. 10 Minuten in San Bruno mit einer großen
Mall mit vielen, guten Angeboten und kann dort das Nötigste (Cooler, Getränke etc.)
einkaufen.
Öffnungszeiten des Aquariums in Monterey: täglich von 10.oo - 18.oo Uhr / an Feiertagen
und in den Sommermonaten von 9.30 - 18.oo Uhr. |