| Sacramento -
Landeshauptstadt
Vom Airport, im Süden von San
Francisco, ging es über die Hwys 101/80 nach Oakland. Der erste Teil der Strecke war für
uns eine kleine Überraschung. Nach den billigen Vororten explodierte plötzlich das
Panorama von San Francisco vor uns. Der Hwy 80 führt über Stelzen durch die Stadt und
präsentiert die Down Town wie auf einem Tablett. Wir waren begeistert. Die Strecke
führte nach Oakland wieder durch die typische braune und trockene Hügellandschaft. In
der Nähe von Sacramento begleiteten Landwirtschaft und Obstplantagen die Interstate 80.
Nach der kühlen Küste war es hier am südlichen Ende des Central Valley verdammt
heiß.Die Fahrt dauerte nicht sonderlich lange und wir hatten den ganzen Nachmittag Zeit
für eine erste Stadterkundung.
Von unserem Hotel war es nicht weit nach "Old Sacramento" in den Wilden
Westen. Zwei überschaubare Straßenzüge an der Waterfront des Sacramento River konnten
vor dem Bau einer Stadtautobahn gerettet werden. Jetzt ist hier immer noch der Wilde
Westen. Denkt man sich die zahlreichen Autos weg, könnte man tatsächlich glauben es
wäre 1850. Natürlich setzt man auch hier auf den Tourismus, aber trotzdem war es nett .
Das "California State Railroad Museum" hat einen Teil seiner Exponate bis in die
Old Town ausgestellt.
Der legendäre Santa Fe Express steht hier ebenso wie ein alter Zug der South Western. Mit
einer Dampfbahn kann man stilecht eine Runde um die Old Town drehen. Geschäfte anschauen
und einen kühlen Drink nehmen - hier kann man schon einige Zeit verbringen.
An
der Waterfront stehen alte Handelsgebäude und am Pier liegt der zu einem komfortablen
Hotel umgebaute Raddampfer "Delta King". Vor der Hitze flüchteten wir auf den
Fluß. Mit einer Raddampfer-Imitation befuhren wir den Sacramento River. Vorbei an der
Mündung des American River ging es zu den exklusiven Marinas der Stadt. Es war Samstag
und auf dem Fluß jagten Motorboote und Jet-Skis. Eine leichte Brise machte die Fahrt sehr
angenehm. Die Bootstour war entspannend und kühlend, das ganz große Highlight war sie
nicht
Von Old Town aus gelangt man durch einen Fußgängertunnel in die "Downtown-Plaza".
Eine schöne Mall mit vielfältigen Geschäften und Kaufhäusern. Doch zuerst mußten wir
zurück zum Hotel - duschen.
Am Abend machten wir einen Bummel durch die Downtown-Plaza/Old Sacramento und beschlossen
den ersten Tag im "Gold County" im Hard Rock Cafe mit einem - Hurricane!
Unser Programm für den zweiten Tag bestand aus Shopping und Sightseeing. Den Morgen
begannen wir mit einem ausführlichen Bummel durch die Downtown-Plaza. In der Mall gibt es
viele nette Geschäfte, einige Kaufhäuser und natürlich auch Essen und Trinken. Doch
genug des Konsums - die Kultur rief.
Mit dem "Dash-Trolly-Bus" ging es die L-Street hinauf zum "Sutter´s
Fort State Historic Park". Hier wurde hinter hohen, weißen Mauern ein wichtiger
Teil amerikanischer Geschichte geschrieben. Bei einem Rundgang durch das wunderbar
restaurierte Sutter Fort wurden interessante Eindrücke über das Leben um 1840
vermittelt. Alle Räume (Schmiede, Küche, Bäckerei etc.) sind offen, konnten aber nicht
alle betreten werden. Steckte man den Kopf zur Tür oder Fenster herein, durchbrach man
eine Lichtschranke und eine freundliche Tonbandstimme erzählte lehrreiches über das
Leben der Pioniere. Im Innenhof gab es Vorführungen von
einem Büchsenmacher und einer Müllerin. Das kleine Museum über das Leben Johann A.
Sutter rundete das sehr anschauliche Angebot im Sutter Fort ab. Dieser Besuch hatte sich
gelohnt. Neben dem Fort gibt es noch ein ganz kleines indianisches Museum mit Exponaten
über das Leben der Indianer am American River.
Die Fahrt zurück zur Plaza wurde zu einer Überraschung. Der Trolley-Bus fuhr mit uns
eine große Runde durch Sacramento. Wir fuhren durch wunderschön gelegene Wohngegenden,
vorbei an kleinen Shopping-Centern, drehten weit draußen auf dem Campus der Universität
eine Runde und gelangten zurück zum Park am "State Capitol".
Diese kleine Stadtrundfahrt war echt klasse. Sie kostete pro Person 50 Cent !!
Der Park am
State Capitol ist schön angelegt und bietet einen Querschnitt durch die Bäume aller
Regionen Kalforniens. Hier ist auch das Denkmal für die gefallenen Soldaten Kaliforniens
im Vietnamkrieg. In typisch amerikanischer Art handelt es sich bei der Gestaltung des
Denkmals um eine Mischung aus Militarismus, Heldentum und stillem Gedenken. In Deutschland
wäre eine solche Art wohl kaum denkbar. Beeindruckend war es trotzdem.
Das Capitol selbst wirkte sehr imposant. Im Inneren herrschte eine vornehme Eleganz und
eine getragene Atmosphäre. Die verschiedenen Verwaltungsbezirke des Landes präsentierten
sich in originell gestalteten Schaukästen. Solche repräsentative Regierungssitze gibt es
in Old Germany sicherlich nicht.
In der "N-Street" ,an der Südseite des Parks, betrachteten wir noch einige
Gebäude aus der Jahrhundertwende und der Gründerzeit der 20iger Jahre. Den Führer zu
den "Walking Tours of Sacramento´s Historic Architecture" gab es
kostenlos im Visitors Center.
Den späten Nachmittag verbrachten wir am Ufer
des Sacramento-River, in der Nähe der Mündung des American-River.
Von unserem Hotel aus waren es bis zum Fluß etwa fünf Minuten zu Fuß. Da es ein Sonntag
war, war noch überall am Ufer fröhliches BBQ angesagt und auf dem Fluß tummelten sich
die Motorboote.
Sacramento war schön und sehr heiß.
Die Wildnis ruft - Lake Tahoe.
Tip: Das Hotel "La Quinta Inn" hat uns gut gefallen. Das Erreichen der
Old Town und der eigentlichen City war einfach und unproblematisch. Eine Fahrt mit dem
"Dash-Trolly-Bus" sollte zum Programm gehören. Für einen Aufenthalt über zwei
Tage hinaus fehlt meiner Meinung nach in Sacramento das Programm. |