San Francisco -  die Stadt auf den Hügeln                                     zum Zweiten

Waldo Point/SausalitoWir wählten nicht den direkten Weg nach San Francisco, sondern folgten der Küste.
Zum letzten Mal fuhren wir durch das sanft geschwungene braune Grasland nach Piont Reyes Station. Ab hier führt der Hwy 1 direkt auf dem Andreas Graben nach Süden. Auf dieser Seite der Halbinsel ist die Vegetation ziemlich üppig und fast alles ist bewaldet. Vor der "Bolinas Lagoon" bogen wir nach Bolinas ab. Hier säumen Eukalyptusbäume die Straße und die Luft duftet danach. Bolinas ist ein kleines Nest fernab jeder Touristenströme. Über die "Messa Rd" gelangt zum Stützpunkt der Coast Guard und hat hier noch einen letzten weiten Blick auf Point Reyes.

Bis "Stinson Beach" führt der Hwy 1, jetzt heißt er hier "Shoreline Hwy", entlang der wunderschönen "Bolinas Lagoon". Hier tummelten sich auf Sandbänken jede Menge Seehunde. Bis nach "Muir Beach" steigt der Hwy am Küstengebirge in die Höhe und ermöglicht weitere schöne Ausblicke über den Pazifik.

Jetzt ging es in einer Achterbahnfahrt über das Gebirge nach "Sausalito". Hier trifft man wieder den Hwy 101, fährt kurz drauf, wieder ab und kommt im Norden von Sausalito (Waldo Point) zur "Hausbootsiedlung". War es früher einmal eine Notlösung für ärmere Leute und/oder Aussteiger, so ist es heute eher eine Lösung für Aufsteiger. Phantasievolle Hausboote liegen hier am Kai und laden zum Bewundern ein. Etliche Stege zu den Booten sind gesperrt, man schützt sich so vor den Touristen. Manche Boote sollen teurer sein wie ein Apartment in San Francisco. Hübsch war es trotzdem. Das eigentliche Sausalito (bei der Anlegestelle der Fähre) wirkt recht teuer und erinnert durch seine Lage etwas an Monaco.Sensationelle Aussichten

In Sausalito folgten wir immer der Bucht bis zum "Bay Discovery Museum". Dort folgt man der Straße zur Coast Guard Station, hier gelangt man unter dem Hwy hindurch zur "Conzelman Rd". Die Straße führt kurz den Hügel hinauf und dann: ein traumhafter Blick. Hier werden alle Postkarten geknipst! Hier steht man oberhalb der "Golden Gate Bridge" und die Stadt und Bucht präsentieren sich im Hintergrund. Am Vista Point, unten am Hwy, stehen ganze Reisegruppen und wissen nicht was sie hier oben versäumen. Die "Conzelman" schlängelt sich weiter den Berg hinauf und bietet ständig sensationelle Aussichten

Ab der "Battery Hawk Hill" wird die Straße einspurig und führt zur "Battery Wallace". Diese Befestigungsanlagen sind unterschiedlich gut erhalten und dienten zum Schutz der Bucht. Über "Bunker + McCullough Rd" gelangt man wieder zur "Conzelman". Wer jemals nach San Francisco fährt sollte sich dieses Panorama nicht entgehen lassen.
(Bei starkem Nebel macht dies natürlich keinen Sinn.)

Über die "Golden Gate Bridge" ging es hinein in die Stadt. Sie empfing uns mit Sonne, Nebel und etwas kühlen Temperaturen. So sollte es auch bleiben.



Drei Tage in San Francisco
The City
Ausgangspunkt unserer Tagestouren war immer die Ecke "7th /Misson Street".

Little Italy - Russian Hill - Financial District
Der Charakter der Market Street hat sich seit unserem letzten Besuch (07/97) nicht verändert. Noch immer reihen sich die Läden und Lädchen aneinander, locken "Nordstorm" und andere Kaufhäuser die Kunden. Wir schlenderten in Richtung "Powell St", da wir mit der "Cabel Car" zur "Fisherman´s Wharf" fahren wollten.
Eilige Passanten frühstückten im Gehen und die Geschäftigkeit der Straße erwachte langsam.
Zwischen den Kreuzungen der "6th" und "5th" mit der Market tummelte sich ein nicht gerade Vertrauen erweckendes Völkchen.

An der Haltestation der Cabel Car war glücklicherweise noch nichts los und wir bekamen einen prima Platz - Außenbank, ganz vorne ! Diese Art des Personentransports ist immer wieder begeisternd. Gemächlich ratterten wir mit der "Powell/Hyde Linie" einige der 43 Hügel der Stadt hinauf und hinunter. Es war noch recht früh am Tag und der Fisherman`s Rummel hielt sich noch in Grenzen. In unserer Naivität wollten wir für einen der nächsten Tage eine Fahrt nach "Alcatraz" buchen - alle Fahrten waren für eine Woche (!) ausgebucht.
"Pier 39" stand nur kurz auf dem Programm und über die "Beach St" ging es zur "Columbus Av". Diese einzige Diagonale der Stadt führt vom Rummelplatz mitten ins Herz der Bankenwelt. Little Italy

Doch davor kommt noch "Little Italy". Schon nach wenigen Metern markieren die Farben grün-weiß-rot an den Laternenpfählen das neue Territorium. Hier ist wirklich Italien. Pasta-Läden, italienische Bäckereien, Eisdielen und endlich auch gemütliche Straßencafes prägen nun das, gar nicht so amerikanische, Ambiente von "North Beach". Die Hektik der Market St ist gewichen, hier hat man offensichtlich mehr Zeit. In den Seitenstraßen ist das "Italien-Way-Of-Life" noch deutlicher wie auf der Columbus Av. Der "Washington Square", mit der "Saints Peter and Paul Roman Catholic Church", bildet das Zentrum dieses italienischen Stadtteils. In Richtung zum "Broadway" werden die italienischen Restaurants nun zahlreicher und bieten ihre Pasta auch an Tischen im Freien an. Den "günstigen Italiener" gibt es hier allerdings kaum, Nudeln sind wohl ein besonderer Stoff und deshalb ziemlich (!) teuer.

Ein Bummel auf der Columbus Av ist schon interessant. Das ist einer der Zauber von San Francisco: viele Nationen und Lebensweisen auf relativ kleinem Raum. Wenn es wirklich Multi-Kulti gibt, dann hier.Dies wurde besonders deutlich, als wir von der Columbus in dieKult-Cafe "Stockton St" abbogen. Hier, am Ende der Stockton, ist Mischgebiet - nicht mehr Little Italy, aber auch noch nicht  China Town. Vergeblich haben Taiwan-Chinesen ihr Territorium mit rot-blau-weißen Banderolen an den Laternenpfählen abgesteckt. Die ganze Straße war wie ein Wochenmarkt. Schnell merkten wir, daß es viel mehr Obst- und Gemüsesorten gibt wie man als Mitteleuropäer so denkt. Wir waren wirklich verblüfft.

Wir bogen nach links in die "Vallejo St" ein . Nach der "Mason St" wird es steil und die Vallejo St zur Treppe. "Russian Hill" kündigt seine Hügel an. Oberhalb der Treppe ist der "Ina Donna Coolbrith Park" und bietet ein großes Panorama. Nach rechts geht es in die "Taylor St" und in ein recht teures Wohnviertel. Kein Verkehr, kein Trubel - hier kommen nur die her, die auch hier wohnen. Ziemlich bald kommt die "Macondray Lane", natürlich ist es keine Straße sondern eine Treppe. Man steigt hoch zur "Jones St" und biegt nach links zum "Russian Hill Pl." ab.Hier oben hat man immer wieder Gelegenheiten die Rundblicke über die Stadt zu genießen (besonders gut von der Ecke Jones/Vallejo). Über eine kleine Rampe geht es zum "Russian Hill Place". Die "Florence St." führt, natürlich über eine Treppe, zum alten Broadway (über dem Tunnel) und weiter zur Columbus AvNeuer Turm - Alter Turm  TransAmericana/Columbus .

Wir biegen nach rechts in die Columbus Av ein und waren gleich an der Buchhandlung "Citylights". Diese Buchhandlung ist ein Relikt aus jener Epoche, als North Beach noch das Zentrum der Künstler, Intellektuellen und Beatniks war. Neben "Citylights" befindet sich das Café "Vesuvio", ebenfalls ein legendärer Treffpunkt jener Zeit. Im Café geben viele Fotos Auskunft über die prominenten Besucher.

"Little Italy" verschwindet und wir streifen "China Town" auf dem Weg zum "Financial District". Wir folgten der Columbus Av bis zur "Transamerica Pyramid". Egal was in verschiedenen Reiseführern steht: es gibt keine Aussichtsplattform ! (Sommer 2001) Diese wurde durch mehrere Video-Monitore ersetzt. Die Empfangsdame in der Lobby empfahl uns das Drehrestaurant "Equinox" im "Hyatt Regency". Rechts neben der Transamericana befindet sich tatsächlich ein kleiner Redwood-Forest (20 Bäume ?) mitten in der Stadt. Gag oder schlechtes Gewissen ?
Die "Montgomery St." führt weiter auf die Market St. und wirkt nicht nur optisch wie die Wall St. Etwa um 1848 war diese Straße noch eine Küstenstraße bevor die Bucht an dieser Stelle aufgefüllt wurde. Heute ist die Montgomery der wichtigste Finanzplatz des Westens. Neben den Banken und Versicherungen beherrscht das "Embarcadero Center" mit seinen vier Bürotürmen (acht Häuserblocks !) den Financial District.

Über die "Mission St." ging es zurück zum Hotel. Aber nur relativ kurz.
Am Abend zog es uns zum Drehrestaurant im "Hyatt Regency". Die Lobby des Hotels ist sehenswert: das riesige Atrium ist über 15 Stockwerke hoch und mehrere gläserne Aufzüge führen zu den Etagen. Die Aussicht aus dem "Equinox" über das nächtliche San Francisco ist ein echter Hammer. Bei einem leckeren Cocktail drehten wir unsere Runden über dieser schönen Stadt. Klasse !

Pacific Heights - Cow Hollow - Golden Gate Park - Mission

Heute war eine Kombi-Tour (Fuß/Auto) angesagt. Über "Van Ness/Geary Expressway" ging es in westlicher Richtung über die "Steiner St." in die "California St.". Zwischen Steiner St. und "Fillmore St.". fanden wir einen kleinen öffentlichen (!) Parkplatz.Powell Ecke Washington
Über die Steiner St. ging es langsam bergauf zur "Alta Plaza" mitten im gediegenen Wohnviertel "Pacific Heights". Die Alta Plaza ist eigentlich ein kleiner Park und ermöglicht ein Rundum-Panorama über die Stadt. Entlang den Straßen stehen besonders hübsche (und wohl auch teure) Häuser im viktorianischen Stil. Auf Fotos erscheinen diese Art von Häusern immer recht nett und putzig, aber man unterschätzt ihre tatsächliche Größe. Es sind sicherlich keine kleinen Puppenstuben. Nicht umsonst werden viele Häuser in Pacific Heights ausführlich in vielen Reiseführern beschrieben. Über die "Jackson St." ging es weiter zur Fillmore St. Die California ist eine ziemlich steile Straße und ab der Kreuzung mit dem Broadway wird der Bürgersteig zwangsläufig zur Treppe.
(Diese Kreuzung sieht aus wie eine Abschussrampe und ich musste mir später mit dem Auto einfach mal diesen Kick holen.)
Von hier hat man einen tollen Blick auf die Stadt. Vor uns lag "Cow Hollow" im Hintergrund "Marina" und die Bucht. Schön !

Gemütlich ging es die Treppe hinab zur "Union St.". Hier haben sich, in schöner Nachbarschaft, viele kleine Läden und Kneipen etabliert. Hier herrschte etwas Betriebsamkeit aber ohne Hektik. Entlang der Union St. schlenderten wir zur Van Ness. Richtung Sacramento St. liefen wir zum "Haas Lilienthal House" und über den "Lafayette Park" zurück zur Fillmore St. Überall schöne und gepflegte Häuser entlang den Straßen. Obwohl man sich mitten in einer großen Stadt befindet herrscht hier Ruhe und Beschaulichkeit.

Von der "Clay St." bogen wir in die Fillmore ab. Hier erlebten wir eine angenehme Überraschung. Die Fillmore war ab dieser Kreuzung eine kleine Geschäftsstraße mit interessanten Läden und Geschäften. Wir waren begeistert, ähnlich wie in der Union St. war auch hier lebhafter Betrieb, aber keine Hektik. Die Geschäfte zogen sich bis zum Geary Expwy. Südlich des Geary beginnt "Western Addition" und soll ein etwas unsicherer Stadtteil sein. Aber wir mußten in dieses Viertel zum "Fillmore Auditorium". In diesem gelben Backsteingebäude wurde Musikgeschichte gemacht. Es war das musikalische Zentrum des "Summer of Love". Hier spielten fast alle Musikgrößen zum Tanz (Greatfull Dead, Jefferson Airplane, Jimmy Hendrix, Bob Dylan ....).Twin Peaks - Seht es euch einfach an.

Mit dem Auto ging es weiter (natürlich über die Rampe Broadway/Fillmore) zu einem Picknick ans "Marina Green". Über den Hwy 101/1 fuhren wir südlich durchs "Presidio" bis zum "Geary Blvd" und weiter zum "Cliff House". Am dem Cliff House beginnt ein riesiger, schöner Strand - die "Golden Gate National Recreation Area". So groß - so leer ! Aber eine kleine Tour durch die zerfallenen Badehäuser des Cliff House war auch  nett.


Bei der Windmühle ging es in den "Golden Gate Park" - und wir wurden schon wieder keine Freunde. Auf dem "Kennedy Dr." ging es durch den Park bis zum "De Young Museum". Die Parkplätze waren - wie schon 1997 - alle belegt und der angebliche Zauber des Parks blieb mir erneut verschlossen. Der "Japanese Tea Garden" sollte teuren Eintritt kosten und ich begann zu nerven. Nach einer erneuten Runde entlang des "Stow Lake" bestand ich auf der Weiterfahrt. Sorry Park, wir werden keine Freunde.

Über die "7th Av" verließen wir den Park nach Süden und fuhren über "Laguna Honda Woodside Av/Portola Dr." auf "Twin Peaks". Hier ist es klasse, vorallem ohne Nebel. Bei unserem ersten Besuch lag die Stadt unter einem Nebelschleier, jetzt hatte man einen ungetrübten Blick bis zur "Oakland Bay Bridge". Eigentlich kann man dieses Panorama nicht beschreiben ohne in Kitsch zu verfallen. Seht es euch einfach an.Die sechste katholische Mission in Kalifornien

Zurück auf der Market St. bogen wir nach rechts in die "Castro St." ein. Die Atmosphäre in diesem Viertel ist wirklich einzigartig und angenehm. Richtig viele Leute auf der Straße und vor fast jedem Haus flattert die bunte Regenbogenfahne. Dieses Flair findet sich nicht nur in der Castro selbst, sondern auch in den Seitenstraßen. Es ist einer der schönsten Stadtteile in der Stadt. Am Ende der Castro bogen wir in die "20th" ab und fuhren über die "Dolores St." zu "Mission Dolores". Hier an der Ecke zur "16th" steht das älteste Gebäude der Stadt. Es war die sechste katholische Mission in Kalifornien und wurde 1776 gegründet. Neben der Mission steht eine, ebenfalls beeindruckende, Basilika mit mächtigen Türmen. Pech für uns: die Mission war schon zu. Wir hatten die Öffnungszeit (10.oo - 16.oo Uhr) um eine halbe Stunde verpasst.

Über die "16th" ging es in östlicher Richtung zur "Mission St.". Langsam änderte sich Gegend und in der Mission St. waren wir in einer anderen Welt. Viva Mexico ! Am Morgen noch im bürgerlichen Pacific Heights und jetzt in einer mittelamerikanischen Kleinstadt. Menschen, Häuser und Autos passten stilecht in dieses Latino- Klischee. Eine heftige Betriebsamkeit herrschte auf der Mission und in ihren Seitenstraßen. Die Kunst bestand darin, langsam zu fahren um etwas zu sehen und gleichzeitig nicht zum Verkehrshindernis zu werden. Hier war nichts mehr typisch amerikanisch. Die meisten Geschäfte boten ihre Waren auch auf dem Bürgersteig an und günstige Angebote führten zu kleinen Ansammlungen.
Ab der "29th St." verliert sich langsam der Zauber, wir drehten um und genossen diese Atmosphäre bis hinauf zur "14th St."

Den Tag wollten wir mit einem richtig guten Burger beschließen. Wir gingen die Mission St. bis zur "4th St." in eines der viel gelobten "Mels-drive-in" (bekannt aus American Graffity). "The Famous Melburger" war der Schlechteste aller meiner zahlreichen Burger in den USA !

Am Nob HillÜber die "Grant Av" schlenderten wir "China Town" weiter zur Columbus Av. Am Broadway lockten die Neonlichter den späten Gast, aber wir gingen die Columbus weiter in Richtung Fisherman`s. Vor den italienischen Lokalen hatten sich mittlerweile Schlangen von Hungrigen gebildet, welche mit einem Glas Wein in der Hand auf einen Platz im Lokal warteten. Im Gegensatz zu Fisherman`s war hier noch richtig was los.
Den letzten Kick holten wir uns bei einer Busfahrt durch das nächtliche San Francisco. Vom "Ghirardelli Square" ging es über die "Polk St." zurück zum Hotel. Rote Ampel gelten nicht bei Nacht und nicht jeder braucht einen Fahrschein. Sie   waren "ausverkauft"  und "sozial Schwache" bekamen deshalb eine Freifahrt. Bus in SF ist klasse.

Nob Hill - China Town - Telegraph Hill - Yerba Buena Gardens

An unserem letzten Tag ließen wir uns einfach etwas treiben und schlenderten die Market St. hinauf. Es war ein Sonntag und die Geschäftigkeit war etwas verflogen. Die "Mason St." stiegen wir hinauf zum "Nob Hill". Beim Erreichen der "California St." wird mehr als deutlich, welche Höhenunterschiede einzelne Straße in dieser Stadt bewältigen. In der Verlängerung der California liegt die Bucht und die Oakland Bay Bridge, nach links geht es hoch zum Nob Hill. Die exklusivsten Hotels der Stadt (Fairmont, Huntington und Stanford Court Hotel) liegen in diesem Bezirk. Gegenüber dem Fairmont Hotel hat der ultra-exklusive "Pacific Union Club" sein Domizil. Vor der "Grace Cathedral" , im "Huntington Square Park", war ein kleiner Künstlermarkt und rundete den vornehmen Charakter dieser Gegend hervorragend ab. Schon schön und teuer hier.China Town für Chinesen

Über die "Taylor St." ging es weiter bis zu "Washington St.", hier rattern in kurzen Abständen die Cable Cars über die Straße. Folgt man der Washington St. weiter in Richtung Bucht, so hat man der Kreuzung mit der Powell St. noch einen guten Blick auf das Bankenviertel und die Kreuzung zweier Cabel Car Linien. Über die Sacramento St. bogen wir in die "Stockton St." ein. Hier ist "China Town" für Chinesen, für Touristen ist es in der "Grant St.! Von einem Sonntag war hier nichts zu spüren. Hier regierte die sprichwörtliche asiatische Betriebsamkeit. Volle Gehwege, volle Straßen und volle Läden, aber ohne aggressive Hektik. Es gibt fast keine Schilder auf Englisch und Chinesen aller Altersklassen bestimmen die Szene. Das Chinesische Gymnasium hatte gerade Schulpause und die Kinder bevölkerten den Bürgersteig. Die Läden waren ein echter Hit. Es ist fast unvorstellbar welche getrockneten Tierteile hier zum Kauf angeboten werden. Man kann ohne Probleme in alle Geschäfte gehen, auch wenn man drinnen oft das einzige Bleichgesicht ist. Obst und Gemüse gibt es in Hülle und Fülle, ebenso Fisch und in den Auslagen der Restaurants hängen die lackierten Enten. Das Beste: Dim Sum. In diesen Garküchen gibt es die leckersten Dinge, man muß nur etwas mutig sein. Die Speisekarten sind auf chinesisch, deshalb weiß man nicht genau was es ist, aber köstlich.
China reicht bis zur Columbus Av. und ein Bummel sollte sehr ausführlich sein.

An der Kreuzung Stockton/Columbus war ein nettes italienisches Café und wir beobachteten eine Zeit das Treiben in Little Italy. Die Künstlervereinigung San Francisco eröffnete am Washington Square ihre Freiluftgalerie und studentisches Kabarett nahm sich die Regierung Bush zu Brust. Idyllisch lagerten mehrere hundert Leute in der Sonne vor der Bühne. Gutes Wetter soll man hier reichlich ausnutzen, deshalb stiegen wir über die "Filbert St." hoch zum "Coit Tower". Für eine schöne Aussicht ist keine Straße zu steil. Und die Aussicht vom Coit Tower über die Stadt ist extraklasse. Kultur- und Techniktempel
Über die "Kearny St." ging es bis zur Market und durch die "3th" zu "Yerba Buena Gardens". Im Zuge der Aufwertung des Viertels "South of Market" wurden hier in den letzten Jahren auch das "Moscone Convention Center" und das "San Francisco Museum of Modern Art" gebaut. Diese neue Zentrumsbildung hat dem Viertel, vor allem am Abend, offensichtlich gut getan. Hier waren auf der Mission St. (zwischen 5th und 3th St.) schon ordentlich Leute unterwegs. (Zwischen den Kreuzungen der Mission mit der 5th und 6th war wieder ein unheimliches Völkchen unterwegs.)
Natürlich war es nicht möglich die zahlreichen Ausstellungen, Galerien und Museen zu besuchen, aber das ganze architektonische Ensemble ist sehr beeindruckend. In der großen Parkanlage der Yerba Buena Gardens befindet sich ein ziemlich großer Wasserfall, welcher an einer dunklen Wand herunterrinnt. Dieser Wasserfall ist ein Denkmal für den ermordeten Bürgerrechtler Martin Luther King. Ein großer Teil des Gebäudes beherbergt ein Paradies für alle Technikfreaks. Sämtliche führenden Hersteller von Computern, Software und Unterhaltungselektronik betreiben hier repräsentative Ausstellungen. Freundliches Personal fordert zum Ausprobieren aus und hilft natürlich auch dabei. Fans könnten sich hier schon eine ganze Weile vergnügen. Im ersten Stock gibt es mehrere Kinos und das Tiefparterre ist der Gastronomie gewidmet. Ein Besuch in Yerba Buena Gardens lohnt sich wirklich.

Bye, bye SanFranUnseren letzten Abend verbrachten wir mit einem Bummel und einem leckeren Essen in Chinatown. Und wir hatten an diesem Abend noch einmal Glück: zwischen der Grant St. und der Kearny St. fand auf dem "St. Mary´s Square" ein Fest der chinesischen Nachbarschaftshilfe statt. Ein buntes Treiben  herrschte zwischen vielen Buden und Ständen und mit Schieben und Schubsen ging es nur langsam voran.

Die Fahrt zum Flughafen wurde zur Abschiedstour aus dieser faszinierenden Stadt.

Tip:
Auch beim zweiten Besuch in San Francisco haben wir noch längst nicht alle Plätze und Schönheiten dieser tollen Stadt entdeckt. Das Programm unserer Tour von 1997 und von 2001 führen jedoch zu fast allen "Highlights" und können als gute Orientierung genommen werden. Eine neue Entdeckung, die hilft einen Leihwagen zu sparen: mit Bussen fahren ist günstig (Transferticket/1x Umsteigen 1$ p.P.) und einfach. Alle wichtigen Punkte sind mit dem Bus erreichbar. Einsteigen nur beim FahrerIn. Das Drehrestaurant des Hyatt Regency ist vor allem am Abend ein echter Knüller. Günstiges Essen gibt es in den Seitenstraßen (!) der Grant St. in Chinatown. Das beste Essen gab es in Yerba Buena Gardens im Parterre: "Buckhorn". Ein Self-Service mit besonderer Qualität. (Yik Yak Salad und Char-roasted Sirlion Tri-Tip - mmmh!)

Bei unserem nächsten Besuch werden wir eines der zahlreichen Hotels an der Lombard St. (zwischen Fillmore/van Ness) buchen. Hier sind so viele Hotels, auch von großen Hotelketten, so daß man auch ohne eine Reservierung bestimmt ein Zimmer bekommt. Man hat die Gelegenheit zu Fuß in die Post St., Chestnut St. und zum Marina Green zu gelangen. Für die Gestaltung der Abende erscheint uns dies besonders gut. Nach Downtown kommt man bequem mit dem Bus.

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