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Sales tax – Preisaufschlag im Laden

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Juni 24, 2014 von USAGoWest.de

Amerikanischer Supermarkt

Wenn Ihr in Amerika einkauft, werdet Ihr schnell feststellen, daß Ihr im Laden stets vermeintlich mehr bezahlt, als Ihr laut Preisauszeichnung eigentlich müßtet. Im Klartext: der Preis auf der Ware ist nicht der Preis, den Ihr letztlich auch an der Kasse bezahlt. Wer jetzt unbeherrscht reagiert und sich darüber beim Verkäufer beschweren möchte, wird schnell in ein großes Fettnäpfchen treten und feststellen, daß er gerade eine der kleinen Tücken kennengelernt hat, die das tägliche Leben in den USA im Unterschied zu Deutschland oder allgemein Europa mit sich bringt.

Doch wie kommt dieser Preisunterschied zustande? Bei dem Aufschlag handelt es sich um die so genannte sales tax, oder geläufiger: Mehrwertsteuer. Sicher werdet Ihr Euch jetzt fragen, warum diese sales tax nicht wie in Europa in den Endpreis einkalkuliert wird. Der Grund dafür ist relativ einfach und simpel: Mehrwertsteuer wird in Amerika nicht landesweit von der Regierung festgelegt, sondern tatsächlich von den einzelnen Bundesstaaten und bewegt sich durchschnittlich im Bereich von 4 bis 7 Prozent (siehe Tabelle unten).

Von den Einnahmen finanzieren die Bundesstaaten notwendige Investitionen in Schulen, Gefängnisse oder die eigene Infrastruktur. Aber nicht nur die Bundesstaaten erheben eine individuelle sales tax, sondern auch die untergeordneten Countys und Städte. All dies wirkt sich in der Folge auf den Preis der Produkte aus, selbst wenn Euch dies auf den ersten Blick am Preisschild nicht bewußt wird.

Diese Abweichung solltet Ihr stets in Eure Einkaufsplanung mit einbeziehen. Wenn Ihr laut Warenauszeichnung z.B. in Kalifornien $ 15 bezahlen müßtet, werden Euch an der Kasse schließlich etwa $ 16 Dollar in Rechnung gestellt. So ist es durchaus nicht ungewöhnlich, daß das gleiche Produkt im Supermarkt des einen Bundesstaates um Einiges mehr bzw. weniger kostet als bei der gleichen Supermarktkette in einem anderen Bundesstaat. Gerade dann, wenn Ihr Eure Einkäufe lieber bar bezahlt – weil Ihr Euch nicht von Uncle Sam über die Schulter schauen lassen wollt, solltet Ihr also immer genug Kleingeld dabei haben.

Schnell werdet Ihr jedoch feststellen, daß das Bezahlen mit Bargeld in den USA eher eine Seltenheit ist. Fast alles wird hier mit Debit- oder Credit-Card bezahlt, selbst der Kaffee für $ 1. Übrigens sind Debit-Cards nichts anderes als die herkömmlichen EC-Karten, mit denen das Geld bereits nach wenigen Tagen vom Bankkonto abgebucht wird und nicht, wie bei einer Kreditkarte, nur einmal im Monat.

Apropos Kreditkarte:
Möchtet Ihr nicht ständig Bargeld mit Euch herumtragen, sondern lieber mit Kreditkarte bezahlen, so kann dies für Euch schnell zur Kostenfalle werden. Grund: bei jedem Auslandseinsatz werden von den meisten europäischen Kreditkarten-Unternehmen Gebühren berechnet, die sich meist nach der Höhe des Umsatzes richten. Daher sind bei größeren Ausgaben die Euch in Rechnung gestellten Aufschläge von 20 Euro und mehr zum Teil sehr heftig. Aber selbst kleinere Gebühren häufen sich mit der Zeit an.

Daher ist es ratsam, sich eine Kreditkarte zuzulegen, die nach Möglichkeit keine Jahresgebühr kostet und nur einen geringen bis gar keinen Auslandsaufschlag verlangt.

Ich selbst habe mich dabei für die kostenlose Kreditkarte der DKB entschieden. Hier ist nicht nur die Kreditkarte kostenlos, d.h. Ihr bezahlt keine jährliche Gebühr. Außerdem erhaltet Ihr ein Girokonto mit ebenfalls kostenloser Kontoführung. Und Ihr könnt mit der kostenlosen Kreditkarte der DKB weltweit kostenlos Geld abheben.

 


Bild: amerikanischer Supermarkt; Quelle: BigPicture.co.uk


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